
- Schneetalalm...die Ziegenalm!
Seit 2004 bin ich Pächterin der Schneetalalm und begann gleichzeitig wieder Vieh aufzutreiben. Die Alm liegt in einem ziemlich steilen Gelände und eignet sich nicht mehr für das heutige großgewachsene Braunvieh unserer Gegend. Nachdem auf der Schneetalalm von 1954 bis 2004 kein Vieh mehr aufgetrieben wurde beschloss ich wieder damit anzufangen und dies fing mit meinen ersten 3 Walliser Schwarzhalsziegen und 2 Gemsfarbige Gebirgsziegen an.
Meine damalige Ansicht, 5 Geißen zu hüten ist ziemlich gleich wie mit 30, zeigte sich dann damals doch nicht so einfach! Gerne zitiere ich hier aus dem schönen schweizer "Handbuch Alp" die Erfahrung eines Ziegenhirten...
...der Umgang mit Ziegen ist voller Überraschungen, vielfältig, zwiespältig, mit extremen Hochs und Tiefs. Zum einen brachten mich die Geissen mit ihrer Gewitztheit, Dickfelligkeit und Eigenwilligkeit bis auf die letzte Palme. Zum anderen forderten sie alle Liebe heraus, die ich einem Mitgeschöpf zu geben vermochte.......Es ist kein Wunder, dass das Wort Kapriolen von capra (=Ziege) stammt. Man muss auf alles gefasst sein, vor allem, wenn das wachsame Auge des Hirten sich in ein Buch vertieft. Ihre Tricks abzuhauen musste ich mit Respekt anerkennen. So wie ich sie allmählich kennenlernte und ein Gespür für einen nahenden Schabernack entwickelte, so lernten sie die diversen Grade meiner Achtsamkeit abzuschätzen und nutzten sie für selbständige Weiderouten aus....
..genauso hätte ich meine Geschichte mit den Ziegen geschildert.
Doch die Liebe zu den Tieren stieg trotzdem an und somit wuchs die Herde 2008 auf über 70 Tiere an.
Das schöne ist, auf der Alm sind fast ausschließlich gefährdete Haustierrassen sind, von den Pinzgauer Ziegen, Pfauenziegen, Toggenburgerziegen bis zu den Schwarzhalsziege.
Jede dieser Gebirgsrassen spricht in ihren Eigenschaften für sich und es ist sehr interessant, wenn man die Tiere beobachtet.


























